Wie halten die Menschen in der Ukraine diesen entsetzlichen Zermürbungskrieg aus? Die permanente Angst um Leib und Leben, die Ungewissheit über die Angehörigen und Freunde an der Front, den Verlust des Zuhauses, der selbstverständlichen Sicherheiten? Woher nahmen sie die Kraft diesen harten vierten Kriegswinter 2025/26 zu überstehen, in dem die Energieversorgung durch gezieltes Bombardement zerstört wurde?
Jeden Tag hörten und lasen wir in diesem Winter vom Stromausfall und Menschen, die bei eisigen Temperaturen in ihren Wohnungen ausharrten. Wie ergeht es Kindern, die tagelang keine warme Mahlzeit erhalten? Und wir hier in unseren isolierten und gut geheizten Wohnungen! Die Diskrepanz ist kaum aushaltbar. Wir wollten nicht in Ohnmacht erstarren und so reifte der Entschluss, den Respekt vor der Stärke, dem Mut und dem Durchhaltewillen der Ukrainerinnen und Ukrainer zum Ausdruck zu bringen.
Wir beschlossen, kleinere lokale Freiwilligenorganisationen in der Ukraine zu kontaktieren und konkrete Unterstützung anzubieten: Als Zeichen der Solidarität und in Form von Geldspenden für einzelne Projekte. Im Februar 2026 gründeten wir den Verein Respect for Ukrainians, eröffneten ein Vereinskonto und begannen Geld zu sammeln.
Mittels persönlicher Kontakte zu Menschen, die in der Ukraine für NGOs arbeiten und dort bestens vernetzt sind, konnten wir den Kontakt zu einer Freiwilligenorganisation herstellen, die Mahlzeiten für Binnenflüchtlinge in der Westukraine kocht. Und bald ging es los: Im März 2026 fand die erste Geldübergabe statt.
Projekte
Yellow Apron ist ein Mahlzeitendienst in Ternopil (Westukraine), der regelmässig Binnenflüchtlinge mit warmem Essen versorgt. Durch unsere Spenden können mehr Mahlzeiten gekocht und Menschen versorgt werden. Die Lebensmittel werden lokal gekauft und von Freiwilligen gekocht und verteilt. Es kommt vor allem Menschen zugute, die ihr Zuhause verloren haben.
Yellow Ribbon (Gelbes Band) steht in der Zivilgesellschaft der Ukraine für Widerstand gegen die russische Besetzung. Yellow Apron (Gelbe Schürze) wurde daran angelehnt als Name des Mahlzeitenprojekts gewählt.
Quelle: Privat Yellow Apron
Unsere Philosophie
Unser Verein Respect for Ukrainians ist gemeinnützig sowie politisch und religiös unabhängig. Wir unterstützen lokale Hilfsprojekte in der Ukraine, um das schwierige Leben von notleidenden Zivilpersonen zu erleichtern.
Persönliches Engagement ermächtigt und schafft Beziehung, existenziell für alle Zivilgesellschaften. Gemeinsam mit Euch möchten wir das lähmende Gefühl der Machtlosigkeit überwinden, das sich angesichts der grossen Themen unserer Zeit ausbreitet.
Wenn viele kleine Engagements sich bündeln, können sie viel und vor allem die Menschen direkt erreichen. Jede Unterstützung, sei sie auch klein, stärkt Ukrainerinnen und Ukrainer.
Der Vorteil unserer privaten Initiative liegt in dem geringen administrativen Aufwand und der grösseren Flexibilität in der Reaktion auf akute Notsituationen
Umso wichtiger ist die „Accountability“ aller Beteiligter. Regelmässig informieren wir unsere Mitglieder per Mail oder Treffen über den konkreten Fortschritt der Vereinsaktivitäten.
Über uns
Initiatorin und Co-Gründerin Ilona Monz, Ökonomin, Theologin und Yogalehrerin:
Ich möchte in einer Welt leben, in der Menschen respektvoll und fair miteinander umgehen. Unrecht darf sich nicht durchsetzen. Deshalb ist es mir wichtig, die vielen Ukrainerinnen und Ukrainer, die für ein freies und respektvolles Miteinander kämpfen, zu unterstützen.
Eine gerechtere Welt ist möglich und mit meinen begrenzten Möglichkeiten will ich dazu beitragen. Die Ukrainerinnen und Ukrainer beeindrucken mich und ich weiss, dass sie auch für mich kämpfen. Satt und zynisch zurücklehnen ist nichts für mich.
Spenden
Für weitere Informationen zu unseren Projekten und Updates kontaktiert uns bitte unter
respectforukrainians@bluewin.ch
Danke für eine Unterstützung des Vereins mit Eurer Spende:
IBAN CH25 8080 8007 5341 9587 6
Aktuelles
6. Mai 2026 – 19.00 Uhr – Treffen aller Interessierten und Vereinsmitglieder: Bericht nach dem ersten Projektbesuch
Ende März 2026 – Erster Projektbesuch
12. Februar 2026 – Gründung des Vereins “Respect for Ukrainians”